O rei dos ratos no Brasil

Pelourinho

Wenn man die Einheimischen fragt, welche Orte wir in Salvador nicht verpassen sollten, dann fällt zu allererst „Praia!“ – wir waren in den zwei Monaten nicht einmal am Strand baden – also den Tipp haben wir nicht befolgt. Und gleich danach Pelourinho.
Pelourinho ist einer der ganz wenigen Orte, wo ich ganz offen mit meiner Canon herum laufen kann, weil das Militär permanent präsent ist. Und das liegt natürlich daran, dass Pelourinho DAS Touristenziel in Salvador ist.

Pelourinho_01

Wer gern Instagram-bunte Häuser fotografiert, der kann hier sein Social Media-Profil aufbessern.
Vermutlich kennen Kinder der 90er den Ort auch noch aus dem Michael Jackson-Video zu „They don’t really care about us“, dass hier und in Rio gedreht wurde. Friedrich wusste das natürlich noch, während ich mir die Masse an Jacko-Portraits nicht erklären konnte.

Machwerk eines unbekannten Künstlers

Bei all der schönen Buntheit hat der Ort eine krasse Vergangenheit. „Pelourinho“ bedeutet nämlich eigentlich Pranger im Portugiesischen. Hier wurden Menschen hingerichtet und bis 1835 Sklaven verkauft. Besonders viel zeugt davon heute nicht mehr. Einzig diese Statue erinnert an den Freiheitskampf und die Kirche Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz des Schwarzen Volkes.

Heutzutage gibt es in Pelourinho vor allem Souvenirshops OHNE ENDE (die fast alle das Gleiche haben), geiles Essen (Acaraje!) und Unmengen von Musikshops (was uns bei einem späteren Projekt noch nützen sollte). Außerdem steht hier das sehr großartige Museum über den Carneval von Salvador.

Jeder sollte einen Rastafari-Pinguin mit Berimbau besitzen!
Das Museum über den Karneval in Salvador
Total entspannt grinsende Frau im weißen sogenannten „Bahiana de Acaraje“-Outfit. Darunter sieht man bunte Bänder, die einem drei Wünsche erfüllen (sollen).
Demo: „Heute Chile, morgen Brasilien“

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Thema von Anders Norén