O rei dos ratos no Brasil

Brasília I – Ausstellung

Letzte Woche waren wir in der brasilianischen Hauptstadt mit dem einfallsreichen Namen Brasília. Zu dieser phänomenalen Planstadt werden wir definitiv noch was schreiben. Aber erst einmal – warum waren wir hier?

Die deutsche Botschaft hat uns eingeladen, eine Ausstellung über Deutsche Games und einen Workshop zu veranstalten. Gesagt, getan:

Die Ausstellung

Bei der Ausstellung war ziemlich schnell klar, dass wir deutsche Indiegames zeigen wollen – damit kenne ich mich durch meine Arbeit der vergangenen Jahre mit der Indie Arena (Forum), der Indie Arena Booth (gamescom) und den Juryarbeiten für das Independent Game Festival u.a. am besten aus.

Das heißt allerdings nicht, dass mir die Auswahl besonders leicht fiel. Meine Startliste war ziemlich umfangreich und musste bald auf sieben Titel eingedampft werden. Aber ich finde das Spektrum aus 2D/3D-Spielen, Studentenprojekt und etablierten Studios, politischen Spielen (Orwell: Keeping an Eye on You, The Inner World: der Letzte Windmönch und Through the Darkest of Times), zwei Multiplayer-Games (Vectronom und DYO), einem Kartenspiel (Card Crawl), sowie dem gerade erschienen Lonely Mountains: Downhill doch ziemlich ausgewogen.

Das SESC

Der Eingang vom SESC 504 Sul
Der Comic-Leseraum und die Mitarbeiter des SESC

Der Ausstellungsraum dafür befindet sich im SESC. Die SESCs finden sich überall in Brasilien, Brasília selbst hat auch mehrere Standorte. SESCs sind privatwirtschaftlich finanzierte Communityzentren mit Theatern, Bibliotheken, Veranstaltungsräumen, Galerien, Cafés aber auch Arztpraxen und Hotels.

Dadurch war beim ersten Betreten der Galerieraum etwas gewöhnungsbedürftig: Gleich im Eingang stehen Wartestühle für Patienten und danach stehen Besucher direkt in der Ausstellung.

Aufbau: Tag 1
Gepriesen sei das Nivelliergerät!

Zusammen mit der fantastischen Sophie Böhm-Topychan von der Deutschen Botschaft, die uns die Tage auch begleitet hat (Danke für deine endlose Energie! ❤) und den extrem engagierten Mitarbeitern vom SESC haben wir in zwei Tagen die Ausstellung gewuppt.

Haha, „nur sieben Spiele, ein paar Tische, ein bissl Klebeband an die Wand, das muss doch zu schaffen sein“, denkst du dir so zum Beginn. Aber natürlich kommen die Sachen immer später als man gern hätte. Vor allem Hardware ist ein riesiger pain in the ass. Sackteuer und scheinbar gibt es auch kaum Anbieter zur Auswahl.
Am Ende hat sich die Arbeit aber gelohnt. Die Ausstellung ist richtig toll geworden – alle waren glücklich und es gab eine kleine Eröffnung am Freitag! Die Ausstellung wird jetzt bis zum 29. November vor Ort laufen.

Mit Leonardo Braga vom SESC.
Vorab gab’s eine kleine Führung durch die Ausstellung für Sabine Plattner (Goethe Zentrum Brasília), Andreas Rost (Fotograf aus Berlin der zeitgleich im Nationalmuseum eine Ausstellung kuratiert) und Damaris Jenne von der Deutschen Botschaft (Bild: Christiano Costa)
Die YouTuber von Game Chinchila, die uns kurz zuvor interviewt haben.
Dank Twitter haben die Entwickler des brasilianischen Studios Fira Soft auch von unserer Ausstellung erfahren und kamen vorbei.

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