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LittleIndie – Vom Indie mit eigener Distributionsplattform

(In English, please!)

Andreas Podgurski ist nicht nur Indie-Entwickler sondern vertreibt auch die Spiele anderer Entwickler über seine Distributionsplattform Little Indie. Ich habe mit ihm über seine Plattform gesprochen, die deutsche Indie-Szene und wie die Indie-Spiele generell wahrgenommen werden.

Jana Reinhardt: 2010 hast du auf dem deutschen Hobbyspielentwicklertreffen, der Devmania, Jade:DS präsentiert. Und 2011 wurde daraus dann LittleIndie zusammen mit Andreas Heldt. Erzähl doch mal wie es dazu kam, dass ihr die erste deutsche Indie-Distributionsseite aus der Taufe gehoben habt.

Andreas Podgurski: Nun, LI und Jade:DS sind im Prinzip das gleiche, wobei Jade:DS im Allgemeinen den technischen Unterbau beschreibt. Neben den Distributions- und Clouddiensten schließt dies ein komplettes CMS mit ein. Aus diesem Umstand heraus trat Z-Software dann Mitte letzten Jahres an mich heran, auf der Basis von Jade:DS ein Indie-Portal aufzubauen. Leider musste sich Z-Software bereits im Herbst wieder aus dem Projekt zurückziehen, da sie die Ressourcen für ein größeres Auftragsprojekt brauchten. Wir einigten uns darauf, dass ich Little Indie eigenverantwortlich weiterführe. Natürlich ging das mit ein paar konzeptionellen Änderungen einher, so dass wir gegen Weihnachten den regulären Betrieb wieder aufnehmen konnten und seitdem fast ein Dutzend neuer Spiele auf die Plattform gebracht haben.

Jana: Wie genau läuft das ab, neue Spiele auf die Plattform zu bringen? Treten die Entwickler an dich heran oder gehst du auf Entwicklersuche?

Andreas: Sowohl als auch. Ich durchforste kontinuierlich das Netz nach vielversprechenden Projekten und betreibe so eine aktive Akquise. Aber Little Indie ist inzwischen bekannt genug, dass auch regelmäßig Anfragen herein kommen. Am Ende hält sich bei den Releases beides die Waage.
Der Prozess als solcher hängt stark davon ab, welchen Funktionsumfang der Entwickler nutzen will. Einfache, DRM-freie Spiele werden mir einfach zugesandt, samt einiger Screenshots und zusätzlicher Daten und von mir in die benötigte Form gebracht.
Möchte der Entwickler dagegen auch die Cloud- und/oder DRM-Funktionen nutzen, so bekommt er Zugriff auf unser SDK und erstellt eine angepasste Version. Hierbei baut der Entwickler meist selbst die Datenpakete, wobei wir sehr eng betreuen und bei Bedarf und nach Möglichkeit auch Teile der Arbeit übernehmen.

Jana: Was hast du für Ziele? Wie soll die generelle Ausrichtung der Plattform aussehen oder sich von der "Konkurrenz" abheben?

Andreas: Im Moment wächst unser Spielekatalog recht ordentlich, damit bin ich sehr zufrieden. Leider nutzten nur wenige der neuen Titel die Möglichkeiten der Plattform, das hoffe ich etwas ändern zu können. Wir betreuen im Moment ein paar Titel, die z.T. sogar exklusiv auf Jade:DS hin entwickelt werden und später über Little Indie beworben und vertrieben werden sollen.
Allerdings hat auch Little Indie einige Alleinstellungsmerkmale, so bieten wir ein Support-System an, bei dem Entwickler direkt den Kunden helfen können. Unser Gutscheinsystem hat bei einigen Marketingaktionen bereits gute Dienste geleistet und wir werden nach und nach weitere Funktionen freischalten. Der Schwerpunkt für dieses Jahr liegt dabei in der Kunde-zu-Kunde Kommunikation, z.B. durch eine eingebaute Chat-Funktion im Client, als auch generell in Mehrspielerfunktionen.
Produkte können bei uns auch wesentlich individueller präsentiert werden als bei den meisten anderen Plattformen, so können wir nicht nur Zusatzinhalte beim Kauf freischalten, sondern diese auch an den Spielfortschritt koppeln. Letztendlich kann der komplette Cloud-Speicher auch auf den Produktseiten ausgewertet werden.

Jana: Okay, das sind vor allem technische Details. Ist die Plattform in Zukunft auf eine bestimmte Art Spiele ausgerichtet? Oder haben sie einen bestimmten Preisumfang, eine Grenze?

Andreas: Die Ausrichtung wird, zumindest was unsere Eigenproduktionen angeht, ganz klar im Mehrspielererlebnis liegen. Mit unserer Plattform sind wir in der Lage, die Spieler sehr eng zu vernetzen und was liegt da näher, als dies auch in den Spielen zu nutzen. Ansonsten sind wir da sehr frei, da alle Funktionen rein optional sind.
Auch in der Preisspanne sind wir nicht festgelegt, von zwei bis 20 Euro haben wir ein breites Spektrum. Grundsätzlich würde ich mir wieder etwas höhere Preise wünschen, denn die Wertschätzung der Spiele hat mit dem Preisverfall durch die Mobilplattformen doch spürbar abgenommen.

Jana: Das ist ja generell ein Problem, das Indie-Spiele haben. Ich höre oft Sätze wie "Tolles Spiel, aber ich würde es mehr mögen, wenn es kostenlos wäre." Oder dass Indie-Spiele generell immer günstig bleiben sollten. Dann müsstest du nicht gerade ein Freund von Bundles sein, oder?

Andreas: Ich sehe diese zumindest sehr kritisch. Man kann nicht in Abrede stellen, dass das Humble Indie Bundle für alle Beteiligten ein Erfolg ist und durch die hohen Absatzzahlen auch für Umsätze bei den Entwicklern sorgen. Das ist ja meistens so, wenn jemand einen originellen Marktprozess in die Welt bringt. Der Erfolg hat aber auch viele Nachahmer auf den Plan gebracht und da werden leider primär nur die Preise kaputt gemacht. Die Absatzzahlen dagegen sind so gering, dass die Entwickler damit nur schwer glücklich sein können.
Ich denke, dass eine Preisspanne von 6.50 bis 25 Euro für Indie-Spiele eigentlich angemessen wäre - schon, da man mit den beschränkten Marketingmitteln eines Indie-Teams auch nur eine endliche Anzahl an Kunden erreichen kann. Mit den Cent-Preisen, die da heute z.T. erwartet werden, muss man ein vielfaches an Aufmerksamkeit generieren. Das können nur wenige leisten und erreichen.

Jana: Im Moment entscheidest du allein, welche Spiele es auf Little Indie schaffen. Welche Kriterien hast du dabei und was ist dir wichtig bei Spielen auf LI, bzw. was würdest du bevorzugen, wenn du die volle Auswahl hättest?

Andreas: Das primäre Kriterium ist ein gewisses Maß an Originalität. Klar, auf technischer Ebene muss das Spiel einwandfrei sein, aber das erklärt sich meines Erachtens von selbst. Jade:DS und Little Indie sind selbst Independent-Projekte, d.h. wir haben keinen externen Finanzier oder etablierten Medienpartner. Daher freue ich mich auch, wenn kleine, originelle Titel auf die Plattform kommen, die ggf. nicht unbedingt lukrativ erscheinen.
Ich persönlich würde mir mehr Spiele wünschen, die die erweiterten Funktionen von Jade:DS nutzen, insbesondere Achievements, Rankings oder den Cloud-Speicher. Auch würde ich mir teilweise wünschen, dass die Entwickler mehr auf die Bedürfnisse der Spieler eingehen würden.

Jana: Was für Bedürfnisse sind das genau? Und warum sind dir Achievements und Rankings so wichtig?

Andreas: Na ja, viele Entwickler, gerade die Einzelkämpfer, wollen erst einmal ihr Ding durchziehen. Das ist etwas, das ich sehr respektiere, aber man sieht auch regelmäßig, dass sich das negativ auf die Verkaufszahlen auswirkt. Dies betrifft zum einen Punkte der Spielbarkeit und Zugänglichkeit, aber auch den Productionvalue als solchen.

Achievements und Rankings halte ich aus verschiedenen Gründen für wichtig. Zum einen schaffen sie neben dem Kern-Gameplay eine zusätzliche Motivationsebene. Dies erhöht das positive Spielerlebnis und damit die Wahrscheinlichkeit, dass über das Spiel geredet wird. Weiterhin machen z.B. Achievements die Möglichkeiten innerhalb eines Spieles transparenter. Schlussendlich vernetzen beide auch die Spieler und tragen so zur Bildung einer Community bei.
Gerade im Indie-Bereich rühmt man sich ja häufig zurecht dafür, originelle Spielethemen austesten zu können. Ich würde mir da wünschen, dass die Essenz der Thematik, insbesondere das Gameplay, ein wenig variiert würde. Neben dem direkten Durchspielen würde ich mir da Challenges und abgewandelte Mechaniken wünschen. Gerade auf den Konsolen findet man solche Dinge sehr häufig. Ich kann mich so näher mit der Idee des Spiels vertraut machen und bleibe länger am Ball, insbesondere, wenn ich im Hauptverlauf des Spieles mal hängen sollte.
Viele Entwickler reagieren darauf sehr ablehnend, da sie den zusätzlichen Aufwand fürchten. Aber ganz ehrlich, was kann man günstiger produzieren, als wenn man mit vorhandenen Assets und Werkzeugen kurze, in sich geschlossene Variationen des eh bereits Existenten baut? Hier kann man mit vergleichsweise geringem Aufwand viel erreichen.

Ansonsten fehlt es im Indie-Bereich leider sehr häufig am nötigen Polishing. Unter Entwicklern und Fans mag man dies tolerieren, aber um breitere Käuferschichten zu erreichen ist das ein Muss!

Jana: Nochmal kurz zu den Achievements. Es stimmt! Für uns ist das gar nicht mal der Aufwand, sondern weil in vielen Spielen meiner Meinung nach Achievements eher aufgezwungen sind und für das Kernspiel keinen Mehrwert darstellen.
Ist das der Grund, weshalb dich als Entwickler eher gereizt hat, eine Plattform zu entwickeln, die solche Features fördert, anstatt selbst ein Spiel zu machen?

Andreas: Auch Achievements müssen mit Bedacht implementiert werden, da wird, auch in großen Projekten, manchmal sehr ideenlos geflickschustert. Wenn schon Achievements, dann auch richtig und sinnvoll.
Ich muss gestehen, dass ich Achievements eigentlich sogar als selbstverständlich angesehen habe, als ich Jade:DS in dieser Richtung geplant habe. Allerdings kam das Projekt eher aus dem Umstand heraus, dass wir damals selbst eine Adventure-Reihe im Episodenformat entwickeln wollten. Über die Zeit hat sich die Plattform dann irgendwo verselbstständigt und das damalige Spielprojekt verdrängt. Inzwischen arbeiten wir allerdings wieder an einem eigenen Spiel, das dann aber eine Referenz für viele, auch neue Funktionen im System sein wird.

Jana: Als ich 2010 meine Diplomarbeit über Indiegames und die deutsche Szene geschrieben habe war das mein vorherrschender Eindruck der Szene: "Wir wollten ja ein Spiel machen, aber heraus kam eine Engine." Lange bestand mein Eindruck nur aus vielen tollen Engines und Gothic-Klonen. Wie siehst du das?

Andreas: Das ist sicherlich ein häufiger Effekt, aber das würde ich nicht im Konzept der Indie-Szene sehen. Das gab es schon immer und liegt meist daran, dass die Entwickler eher technisch orientiert sind und dabei den kreativen und organisatorischen Aufwand eines Spieleprojektes unterschätzen. Man muss sich halt entscheiden, ob man eine Engine oder ein Spiel entwickeln will. Beides geht in den seltensten Fällen, das war ja auch bei uns so: Irgendwann mussten wir uns entscheiden, ob wir Adventures basteln wollen oder eine Online-Vertriebsplattform.
Man muss hier glaube auch deutlich zwischen Hobby-Teams und echten Indie-Entwicklern unterscheiden.

Jana: Und worin genau besteht der Unterschied für dich? Was macht einen Indie aus? Was ist typisch "Indie"?

Andreas: Independent heisst doch erst einmal nur, dass man ohne Fremdbestimmung und externe Finanzierung auskommt. Die Größe des Teams oder des Projekts sind da erst einmal unerheblich, denn auch George Lucas ist ein Independent-Filmer.
Typisch Indie ist dabei für mich, dass man mit mehr Risikobereitschaft an ein Thema herangeht, da man sich inhaltlich nicht Dritten gegenüber verantworten muss. Man trägt das Risiko selbst und ist damit auch im vollen Umfang für das Ergebnis verantwortlich.
Leider wird dabei nicht selten vergessen, dass das Spiel trotzdem immer noch für den Spieler gemacht ist und nicht für den Entwickler. Das merkt man gerade vielen Indie-Titeln doch an und es verwundert dabei auch, dass gerade diese Entwickler sich am Ende des Tages über fehlende Umsätze beschweren.

Jana: Okay, das ist wahrscheinlich den Eindruck den viele von "Indie" haben: Kleine, crappy Spiele, die irgendwie auch "artsy fartsy" sind. Deshalb wollen manche Entwickler auch gar nicht mit "Indie" in Verbindung gebracht werden, weil sie nach einer starken Professionalisierung streben.
Warum hast du dich letztendlich für eine Indie-Plattform entschieden, die auch noch "LittleIndie" heißt?

Andreas: Little Indie wurde von Z-Software ins Leben gerufen und war zu Beginn ein reiner Servicekunde von mir. Auf die Namensgebung hatte ich demnach keinerlei Einfluss. Zwar war ich in die Diskussion involviert, aber es gab andere Namensvorschläge, die mir auch gefallen hätten. Am Ende wurde es Little Indie und ich habe diese Marke nach dem Ausstieg von Z-Software gerne fortgeführt.
Jade:DS, also unser Kernprodukt, geht dabei aber weit über Little Indie hinaus und ist auch darauf ausgelegt, einzelnen Titeln ein eigenständiges Zuhause zu bieten. Auch andere Portalanbieter, z.B. durch Publisher, wären auf der Plattform denkbar.
Wie gesagt, ich definiere Indie einzig als unabhängige Teams, das muss nicht zwangsläufig zu Lasten der Qualität gehen.
Indie ist hier für uns außerdem eine Notwendigkeit, denn Verhandlungen mit Publishern sind teuer und langwierig. Mit Indie-Entwicklern können wir auf Augenhöhe verhandeln und zusammenarbeiten.

Jana: Was ist das besondere an der deutsche Szene, was zeichnet sie deiner Meinung nach aus?

Andreas: Wenn wir von der reinen Indie-Szene reden, dann vor allem, dass sie recht klein ist und man sich mitunter nur ungern mit dieser Szene identifiziert. In Deutschland ist man ja allgemein eher risikoavers und somit sehen viele anscheinend die Existenz als Indie-Team nur als Einstieg in die Auftragsentwicklung für Publisher an.
Ich glaube aber, vielen ist gar nicht bewusst, was sie mit diesem Schritt aufgeben würden. Auch scheinen mir die Erwartungen bei deutschen Teams häufig sehr ambitioniert, da schätzen ausländische Teams das Potential ihres Titels deutlich realistischer ein.

Jana: Eigentlich ist deine Plattform ein guter Schritt zur Förderung der Szene. Was müsste noch gemacht werden, um "Indie" in Deutschland attraktiver zu machen und die Szene zu fördern?

Andreas: Ich denke, die Teams müssten eine größere Bereitschaft zur Kooperation mitbringen. Alleine hat es ein Team schwer, auf den Radar der Spieler zu kommen.
Auch das Austauschen von Ressourcen auf einer Geben-und Nehmen-Basis würde viel bringen. Man muss wirklich davon wegkommen, immer nur nach oben zu schielen - links und rechts neben einem passieren die relevanten Dinge.
Natürlich könnte auch eine zielgerichtete öffentliche Förderung nicht schaden, aber solange vor allem Projekte unabhängig von ihren Absatzchancen gefördert werden und es wichtiger ist, dass die geförderten Projekte in der Laudatio eines Politikers gut klingen, wird das wohl eher illusorisch bleiben.

Jana: Das ist die Sicht des Plattformbetreibers, aber du bist ja auch selbst Indie. Wie wird deine Arbeit aufgenommen? Wie ernst wirst du genommen? Wie leicht oder schwer ist z.B. Marketing?

Andreas: Die Plattform wird im Allgemeinen mit einer Mischung aus Skepsis und Interesse wahrgenommen, aber das bin ich gewohnt. Ich habe 2001 in Franktfurt vor der versammelten Branche einen Vortrag gehalten, in dem ich einen Game-Service Provider skizziert habe, also der Onlinevertrieb kombiniert mit Mehrwertdiensten. Damals wurde ich sehr belächelt. Heute wissen die Meisten, dass Online-Vertrieb die Zukunft ist, aber als kleiner Anbieter haben wir es da natürlich nicht unbedingt leicht, die nötige Aufmerksamkeit zu generieren.
Die größte Skepsis herrscht allerdings gegenüber dem PC als Plattform allgemein vor.

Jana: Danke für das Gespräch!

Pitman Sale

The Grumpy Jump Stigma

Since the founding of our little business we're pursued by a stigma. Probably everybody knows this problem: A failed project, which follows you every game design discussion and questions all of the great ideas you have.

Those of you attentively following our news on this blog and Facebook may know the project called “Grumpy Jump”. Friedrich made a game called “1930” for Mini Ludum Dare #23 and we decided to make a full game out of it for iPhone/iPad.

After the first post you have never heard anything about the “Grumpy-what?” again, haven't you?

The calculation is easy. You “just” take a working game concept made for a contest and complete it by filling it with more and better levels. Zing, instant success! Especially with a cross-platform engine like Unity3D. Also, the idea behind “1930” was very simple so it should take two months at most to transform it into “Grumpy Jump”.
We are always very accurate and planned this game with a design document, added some more features, more themes, story and some sense of humor. We have a concept - the work can start!

Late in the process, we unfortunately recognized that this wasn't the game we loved to make ...

How could this happen? On the one hand there is the project you might think the platform's users are looking for – and on the other hand there is the game you'd love to develop. Of course we are free, independent, passionate – we do what we want! But there is also the wish to actually make a living from game development. And in favor of this goal an analysis of the platform is needed.

The iPhone looks like a great choice for indies:

  • Everybody can join, after paying that little fee of €79/$99.
  • You can develop for every category from finance till gaming.
  • The platform is very widespread (particularly in the U.S.), but of course totally popular in Europe, too.
  • If you plan well a small team can create a nice app that corresponds to the price customers pay.
  • The iPhone is a great console for innovative gaming because of the touch screen, accelerometer, camera and GPS.

These were my arguments for the iPhone. Some of them turned out to be true, others I recognized to be just my vision but not reality. So let's think about the people having an iPhone. The main users love it for style, usability and all the new functions a smartphone presents.

As a mobile platform you can assume that people ...

  • … don't have the leisure to intensively deal with your game. Playing happens in little breaks while being in the bus, to pass the time or just doodle around.
  • … are also new to gaming and the confrontation with complex concepts over-strain their time/ attention span/ grasp.
  • … mostly prefer mainstream graphics, which means cute, colorful and friendly graphics
  • … have a high quality pretension.

All that in mind we decided to concentrate on the target group. We never wanted to be mainstream, and if you take a look at our old projects you understand what I mean. We love to try unconventional games with reduced colors and strange characters. But those projects were prototypes only: We planned what we wanted, because we just needed to show the ideas of style, gameplay and characterdesign (e.g. for university courses).

Omerta Screenshot

Über Leben und Sterben Screenshot

“Grumpy Jump” was the first game we wanted to finalize for selling. But Grumpy wasn't even fun to play at all. What happened?

It went like every project you neglect. With no motivation and no passion it gets harder every day to constantly work on it. In the end, the game should have needed less than two months to create but still wasn't finished by any means! That the stuff you have to do in order to found a company takes away time from producing games didn't help either.

Then there was the Seven Day Roguelike Challenge we wanted to take part in: “Just one little week interrupting our real project! After this week we will go on developing our mainstream, colorful, funny product!”. But in this week we thankfully recognized (or better: rediscovered) which kind of projects we love to do. How games have to be (considering time, team and abilities). That it's not right to bend yourself just to please a target group you don't even really know. And so we decided – with a heavy heart – to stop developing a game we worked on for about two months.

It's very hard to stop a project, especially your first commercial one, and admit a failure. But to finish something, come hell or high water, is stupid, too. Now every project gets compared to “Grumpy Jump”: Do we love the game and its mechanics? Is it fun?!
My advices (they seem obvious, but when concentrating on development you might forget about them, just like us):

  • Play the game as much as you can.
  • Use agile project management and only implement new stuff when the old/current features are working.
  • Never do a gameplay or style you don't like, everybody will feel that it's not your passion.